Dienstag, 24. Juli 2018

Pestizideinsatz weiterhin viel zu hoch: Trinkwasserinitiative oder Gegenvorschlag sind zwingend

Heute wurde bekannt, dass der Verkauf von Pestiziden seit 2008 nahezu unverändert hoch ist. Umso unverständlicher ist es, dass der Bundesrat die Pestizidproblematik auf die lange Bank schiebt – auf Kosten der Natur und der Gesundheit der Bevölkerung. Seine ablehnende Haltung auf eine entsprechende Motion von glp-Fraktionspräsidentin Tiana Moser und der Verzicht auf einen Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative belegen dies. Wenn Bundesrat und Parlament nicht umgehend einen Kurswechsel einlegen, wird eine Unterstützung der Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» unumgänglich.

Seit 2008 werden in der Schweiz jährlich rund 2200 Tonnen Pestizide verkauft. Schwefel, Paraffinöl, Glyphosat und Folpet sind nach wie vor die Spitzenreiter. Bei den Insektiziden wird sogar eine Zunahme verzeichnet „Wir können nicht Milliarden in die Landwirtschaft investieren, wenn diese gleichzeitig unsere Böden und Gewässer mit Pestiziden verschmutzt“, so Tiana Moser. In einer Motion verlangt die Fraktionspräsidentin der Grünliberalen, dass der Bundesrat die Mittel für eine substanzielle Reduktion der Pestizidbelastung bereitstellt. Dafür braucht es keine zusätzlichen Gelder, vielmehr müssen die Mittel aus der Landwirtschaft effizienter eingesetzt werden.

 

Der Handlungsbedarf ist klar

Die Schweizer Gewässer und Böden sind stark mit Pestiziden belastet. Das ist nicht nur ökologisch problematisch, sondern hat auch Konsequenzen für unser Trinkwasser. Die hohe Belastung hat die im April 2017 erschienene Studie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) erneut bestätigt. Schweizer Kleingewässer weisen eine Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden in zu hohen Konzentrationen auf. Sowohl die geltenden als auch die zukünftigen ökotoxikologischen Grenzwerte wurden in keinem der untersuchten Gewässer eingehalten. Es ist offensichtlich, dass ein akuter Handlungsbedarf besteht. Um die nötige Senkung der Risiken zu erreichen, muss vor allem bei der Landwirtschaftspolitik angesetzt werden.

Dienstag, 24. Juli 2018

Pestizideinsatz weiterhin viel zu hoch: Trinkwasserinitiative oder Gegenvorschlag sind zwingend

Heute wurde bekannt, dass der Verkauf von Pestiziden seit 2008 nahezu unverändert hoch ist. Umso unverständlicher ist es, dass der Bundesrat die Pestizidproblematik auf die lange Bank schiebt – auf Kosten der Natur und der Gesundheit der Bevölkerung. Seine ablehnende Haltung auf eine entsprechende Motion von glp-Fraktionspräsidentin Tiana Moser und der Verzicht auf einen Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative belegen dies. Wenn Bundesrat und Parlament nicht umgehend einen Kurswechsel einlegen, wird eine Unterstützung der Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» unumgänglich.

Seit 2008 werden in der Schweiz jährlich rund 2200 Tonnen Pestizide verkauft. Schwefel, Paraffinöl, Glyphosat und Folpet sind nach wie vor die Spitzenreiter. Bei den Insektiziden wird sogar eine Zunahme verzeichnet „Wir können nicht Milliarden in die Landwirtschaft investieren, wenn diese gleichzeitig unsere Böden und Gewässer mit Pestiziden verschmutzt“, so Tiana Moser. In einer Motion verlangt die Fraktionspräsidentin der Grünliberalen, dass der Bundesrat die Mittel für eine substanzielle Reduktion der Pestizidbelastung bereitstellt. Dafür braucht es keine zusätzlichen Gelder, vielmehr müssen die Mittel aus der Landwirtschaft effizienter eingesetzt werden.

 

Der Handlungsbedarf ist klar

Die Schweizer Gewässer und Böden sind stark mit Pestiziden belastet. Das ist nicht nur ökologisch problematisch, sondern hat auch Konsequenzen für unser Trinkwasser. Die hohe Belastung hat die im April 2017 erschienene Studie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) erneut bestätigt. Schweizer Kleingewässer weisen eine Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden in zu hohen Konzentrationen auf. Sowohl die geltenden als auch die zukünftigen ökotoxikologischen Grenzwerte wurden in keinem der untersuchten Gewässer eingehalten. Es ist offensichtlich, dass ein akuter Handlungsbedarf besteht. Um die nötige Senkung der Risiken zu erreichen, muss vor allem bei der Landwirtschaftspolitik angesetzt werden.