Freitag, 15. Juni 2018

Sauberes Trinkwasser jetzt und nicht irgendwann

Der Bundesrat schiebt die Pestizidproblematik auf die lange Bank – auf Kosten der Natur und der Gesundheit der Bevölkerung. Seine ablehnende Haltung auf eine entsprechende Motion von glp-Fraktionspräsidentin Tiana Moser und der heute kommunizierte Verzicht auf einen Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative belegen dies. Die Elemente der Massnahmen-Strategie gehen zwar in die richtige Richtung, aber eine Umsetzung erst ab 2022 ist inakzeptabel. Wenn Bundesrat und Parlament nicht umgehend einen Kurswechsel einlegen, wird eine Unterstützung der Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» unumgänglich.

„Wir können nicht Milliarden in die Landwirtschaft investieren, wenn diese gleichzeitig unsere Böden und Gewässer mit Pestiziden verschmutzt. Es ist deshalb unabdingbar, dass der Bundesrat für die Massnahmen des Aktionsplans die notwendigen Mittel sicherstellt. Dafür braucht es keine zusätzlichen Gelder, vielmehr müssen die Mittel aus der Landwirtschaft so eingesetzt werden, dass eine substanzielle Reduktion der Pestizidbelastung rasch erreicht wird“, so Tiana Angelina Moser. Genau das verlangt die die glp-Fraktionspräsidentin in einer Motion, die im Nationalrat hängig ist – vom Bundesrat aber unverständlicherweise zur Ablehnung empfohlen wird.

 

Der Handlungsbedarf ist klar

Die Schweizer Gewässer und Böden sind stark mit Pestiziden belastet. Das ist nicht nur ökologisch problematisch, sondern hat auch Konsequenzen für unser Trinkwasser. Die hohe Belastung hat die im April 2017 erschienene Studie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) erneut bestätigt. Schweizer Kleingewässer weisen eine Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden in zu hohen Konzentrationen auf. Sowohl die geltenden als auch die zukünftigen ökotoxikologischen Grenzwerte wurden in keinem der untersuchten Gewässer eingehalten. Es ist offensichtlich, dass ein akuter Handlungsbedarf besteht. Um die nötige Senkung der Risiken zu erreichen, muss vor allem bei der Landwirtschaftspolitik angesetzt werden.

Freitag, 15. Juni 2018

Sauberes Trinkwasser jetzt und nicht irgendwann

Der Bundesrat schiebt die Pestizidproblematik auf die lange Bank – auf Kosten der Natur und der Gesundheit der Bevölkerung. Seine ablehnende Haltung auf eine entsprechende Motion von glp-Fraktionspräsidentin Tiana Moser und der heute kommunizierte Verzicht auf einen Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative belegen dies. Die Elemente der Massnahmen-Strategie gehen zwar in die richtige Richtung, aber eine Umsetzung erst ab 2022 ist inakzeptabel. Wenn Bundesrat und Parlament nicht umgehend einen Kurswechsel einlegen, wird eine Unterstützung der Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» unumgänglich.

„Wir können nicht Milliarden in die Landwirtschaft investieren, wenn diese gleichzeitig unsere Böden und Gewässer mit Pestiziden verschmutzt. Es ist deshalb unabdingbar, dass der Bundesrat für die Massnahmen des Aktionsplans die notwendigen Mittel sicherstellt. Dafür braucht es keine zusätzlichen Gelder, vielmehr müssen die Mittel aus der Landwirtschaft so eingesetzt werden, dass eine substanzielle Reduktion der Pestizidbelastung rasch erreicht wird“, so Tiana Angelina Moser. Genau das verlangt die die glp-Fraktionspräsidentin in einer Motion, die im Nationalrat hängig ist – vom Bundesrat aber unverständlicherweise zur Ablehnung empfohlen wird.

 

Der Handlungsbedarf ist klar

Die Schweizer Gewässer und Böden sind stark mit Pestiziden belastet. Das ist nicht nur ökologisch problematisch, sondern hat auch Konsequenzen für unser Trinkwasser. Die hohe Belastung hat die im April 2017 erschienene Studie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) erneut bestätigt. Schweizer Kleingewässer weisen eine Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden in zu hohen Konzentrationen auf. Sowohl die geltenden als auch die zukünftigen ökotoxikologischen Grenzwerte wurden in keinem der untersuchten Gewässer eingehalten. Es ist offensichtlich, dass ein akuter Handlungsbedarf besteht. Um die nötige Senkung der Risiken zu erreichen, muss vor allem bei der Landwirtschaftspolitik angesetzt werden.